Poesie

E.E. Jeziorek

E.E. Jeziorek

Die Rose

Ich nahm in meine Hände
eine weiße, schöne Rose.
Berauscht von ihrem Duft
trank ich ihr Bild mit meinen Augen.
Ich strich über die Blätter ihrer Blüte
und spürte den Zauber ihrer seligen Zerbrechlichkeit.

Nun habe ich keine Rose mehr
und der Wind verwehte
den letzten Blütenstaub.

Das Glück teilt das Schicksal der Blumen.
Es ist schön
und dauert unbarmherzig kurz.

Ihr Porträt

Die dunkle Nacht war mein Hintergrund
und meine Hände die Pinsel.
Dein Körper die schneeweiße Leinwand,
mit zarten Skizzen bedeckt.

Doch dann kam der Tag
und bleichte den Hintergrund aus
und trennte den Maler
für immer von seinem Werk.