Poesie

E.E. Jeziorek

E.E. Jeziorek

Sehnsucht im Weiß

Sehnsucht

Hände, die die Berührung vergaßen,
Augen, entwöhnt von Blicken,
Lippen, die keinen Geschmack mehr kennen,
Ein Herz, das müder schlägt,
Eine Seele ohne Aufschwung,
Ein Gesicht ohne Verzauberung,
Arme ohne Umarmung,
Liebe ohne Lieben.

Leer und nackt sind die Nächte,
obwohl die Bäume blühen.
Trauer und Stille ringsum,
nur die Hoffnung singt.

Im Weiß

Mögen sich unsere Türen öffnen,
um uns aus dem Schlaf zu wecken.
Möge die Kette leerer Tage zerreißen
und unsere Seelen dem Warten entfliehen,
Um geborgen zu sein in einer weißen Wiese
unter uns und über uns,
Um diese Trennung zu vergessen,
die uns Nacht für Nacht gegeißelt hat.
Möge die Decke himmelblau sein
und unter uns die Tiefe liegen,
Um uns an jene engelsgleiche Nacht zu erinnern,
die uns mit Tränen des Glücks geschmückt hat.

Möge die Liebe uns Flügel verleihen
und die Herzen bewegen
und mögen Vernunft und Besonnenheit
unsere Sehnsucht nicht ersticken.